Tauf-, Trau- und Sterberegister, Familienbücher und ergänzende Pfarrquellen. Wir transkribieren, übersetzen, erfassen strukturiert und bauen auf Wunsch geschützte Online-Datenbanken auf.
Kirchenbücher sind die in Pfarreien geführten Tauf-, Trau- und Sterberegister, dazu kommen Familien-, Kommunikanten- und Konfirmandenbücher. Sie sind in vielen Regionen die wichtigste Quelle für Familien- und Ortsgeschichte vor Einführung staatlicher Personenstandsregister. In der Schweiz, in Deutschland und in Österreich gehen viele Kirchenbücher bis weit ins 16. Jahrhundert zurück.
Wer Ahnenforschung betreibt, ein Familienbuch erstellt oder eine Ortschronik schreibt, kommt an Kirchenbüchern selten vorbei. Wer ein Kirchenbuch transkribieren lassen will, braucht meist beides: paläografische Lesefähigkeit und ein klares Datenmodell für die Auswertung.
In deutschsprachigen Kirchenbüchern dominieren Kurrent und Sütterlin. Lateinische Eintragungen sind häufig, vor allem bei katholischen Pfarreien. Vor 1800 trifft man oft auf Kanzleischrift mit ausgeprägten regionalen Eigenheiten. Wir bringen diese Schriften routinemäßig in lesbare Form, einschließlich Kurrent transkribieren, Sütterlin transkribieren und Kanzleischrift lesen.
Kirchenbücher sind oft eng beschrieben, mit individuellen Abkürzungen, vielen lateinischen Floskeln und durch Lagerung gealtert. Tinte kann verblasst sein, Seiten sind wasserschadhaft oder eingerissen. Kontextkenntnis ist Voraussetzung. Wer „eod. die" oder „uxor" nicht erkennt, übersieht ganze Familienverhältnisse. Diese Mehrdeutigkeit zwingt zu sorgfältiger Lesung mit klarer Kennzeichnung unsicherer Stellen.
Standardmäßig PDF. Für die Datenbankaufbereitung Excel, CSV oder XML, je nach Verwendungszweck. Auf Wunsch zusätzlich eine lesefreundliche, normalisierte Fassung neben der diplomatischen Transkription.
Ein Familienbuch des 18. Jahrhunderts wurde diplomatisch transkribiert und in eine strukturierte Tabelle überführt. Daraus ließ sich eine vollständige Familienzusammenstellung über vier Generationen ableiten, einschließlich Patenbeziehungen und Nachbarschaftsverhältnissen.
Ein Bestand aus Tauf-, Trau- und Sterbeeinträgen einer ländlichen Pfarrei wurde für eine Schweizer Gemeinde so aufbereitet, dass eine Recherche im Lesesaal des Stadtmuseums möglich wurde. Mehr dazu unter Online-Datenbanken für Schweizer Institutionen.
Ja. Lateinische Floskeln, Trauformeln und Sterbevermerke werden ins Deutsche übertragen, auf Wunsch wortgetreu oder sinngemäß.
Wir bearbeiten auch einzelne Einträge. Mindestberechnung ist ein Standardblock pro Auftrag.
Ja, vor allem für Schweizer Institutionen. Siehe Online-Datenbanken.
Häufig sinnvoll in Kombination mit Urkunden und Testamenten. Für lokal- und stadtgeschichtliche Vorhaben passt zusätzlich der Aufbau einer geschützten Online-Datenbank.
Damit eine zuverlässige Lesung möglich ist, sollten die Bilder Ihrer Dokumente bestimmte Qualitätsmerkmale erfüllen. Eine Auflösung von mindestens 300 dpi ist Standard. Höhere Auflösungen schaden nicht, vor allem bei feinen Schriften und sehr kleinen Buchstaben. Wichtiger als die nominelle Auflösung ist eine gleichmäßige Ausleuchtung ohne Schlagschatten und ohne Reflexionen. Fotografieren Sie möglichst senkrecht, idealerweise mit Stativ und neutralem Hintergrund. Vermeiden Sie aggressive Bildverbesserungen wie automatische Kontrastverstärkung, weil sie feine Tintenspuren wegrechnen können. Wir bevorzugen unbearbeitete Originalaufnahmen gegenüber stark optimierten Versionen. Schicken Sie ein einzelnes Beispielbild zur Probe. Wir sagen offen, ob die Qualität für eine zuverlässige Lesung ausreicht oder ob eine erneute Aufnahme nötig ist.
Wir versprechen keine perfekte Lesung dort, wo das Original sie nicht zulässt. Wo Tinte ausgeblichen, Papier zerstört oder Schrift überschrieben ist, kennzeichnen wir das. Stellt sich beim Beginn der Bearbeitung heraus, dass eine Quelle weniger lesbar ist als zunächst angenommen, melden wir uns vor weiterer Arbeit. In Einzelfällen lehnen wir einen Auftrag ab, weil eine seriöse Lesung nicht möglich ist. Wir sagen das offen, statt eine vermeintlich vollständige Transkription zu liefern, die mehr behauptet als belegt werden kann. Lieferungen enthalten klare Markierungen für unsichere Stellen, vermutete Lesungen und vollständige Lücken. Damit bleibt jede Transkription nachprüfbar und kann von einer dritten Person fachlich beurteilt werden.
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