Griechische und lateinische Papyri sowie akkadische Keilschrifttafeln. Quellen über mehr als vier Jahrtausende, von Mesopotamien bis ins römische Ägypten.
Im Bereich Antike behandeln wir griechische und lateinische Papyri, Ostraka sowie akkadische Keilschrifttafeln. Diese Quellen reichen rund 4.500 Jahre zurück, von Mesopotamien über das ptolemäische und römische Ägypten bis in die Spätantike. Sie enthalten Verwaltungstexte, Briefe, Verträge, Steuerlisten, Hymnen, Königsinschriften und literarische Fragmente. Wer Papyri transkribieren oder antike Texte übersetzen lassen möchte, kommt um spezialisierte Bearbeitung nicht herum.
Griechische Papyri sind in unterschiedlichen Schriftstufen überliefert, von kursiver Verwaltungsschrift bis zu sorgfältiger Buchschrift. Lateinische Papyri sind seltener, kommen aber in spätantiker Verwaltung vor. Akkadische Keilschrift wurde von rund 2.500 v. Chr. bis in die letzten Jahrhunderte vor unserer Zeitrechnung verwendet, in unterschiedlichen Phasen mit eigenen Zeichenrepertoires.
Papyri sind häufig fragmentarisch. Lücken, Risse und Tintenverluste verlangen klare Markierung in der Transkription. Bei akkadischer Keilschrift ist die Kombination aus Schriftsystem, Sprache und Texttyp anspruchsvoll. Bedeutungen erschließen sich oft nur durch parallele Stellen. Mehrdeutige Zeichen müssen in der Transliteration als solche kenntlich gemacht werden, eine vorschnelle Übersetzung würde Aussagen verfälschen.
Standardmäßig PDF mit editorischen Konventionen. Bei wissenschaftlichen Editionen zusätzlich strukturierte Dateien (etwa XML), die Haupttext, Apparat und Anmerkungen klar trennen. Bei Keilschrift kommt eine Transliteration hinzu, die zwischen Original und Übersetzung steht.
Eine kleine Gruppe griechischer Papyri aus dem römischen Ägypten wurde transkribiert. Lückenhafte Stellen wurden klar markiert, eine deutsche Übersetzung wurde mit Hinweisen auf parallele Stellen versehen.
Eine akkadische Tontafel mit Verwaltungstext wurde transliteriert, übersetzt und kontextualisiert. Verwendete Zeichenformen wurden durchgängig dokumentiert, sodass eine Nachprüfung möglich bleibt.
Ja. Lücken werden mit eckigen Klammern markiert, Konjekturen ausdrücklich als solche.
Nein. Sie wird transliteriert und auf Wunsch übersetzt. Die Transliteration steht als eigene Schicht zwischen Schriftbild und Übersetzung.
Im Bereich Antike vor allem Altgriechisch, Latein und Akkadisch. Andere Sprachen werden im Einzelfall geprüft.
Spätantike Verwaltungsschriften überlappen mit dem Bereich Mittelalter. Mittelalterliche lateinische Texte sind dort dokumentiert.
Damit eine zuverlässige Lesung möglich ist, sollten die Bilder Ihrer Dokumente bestimmte Qualitätsmerkmale erfüllen. Eine Auflösung von mindestens 300 dpi ist Standard. Höhere Auflösungen schaden nicht, vor allem bei feinen Schriften und sehr kleinen Buchstaben. Wichtiger als die nominelle Auflösung ist eine gleichmäßige Ausleuchtung ohne Schlagschatten und ohne Reflexionen. Fotografieren Sie möglichst senkrecht, idealerweise mit Stativ und neutralem Hintergrund. Vermeiden Sie aggressive Bildverbesserungen wie automatische Kontrastverstärkung, weil sie feine Tintenspuren wegrechnen können. Wir bevorzugen unbearbeitete Originalaufnahmen gegenüber stark optimierten Versionen. Schicken Sie ein einzelnes Beispielbild zur Probe. Wir sagen offen, ob die Qualität für eine zuverlässige Lesung ausreicht oder ob eine erneute Aufnahme nötig ist.
Wir versprechen keine perfekte Lesung dort, wo das Original sie nicht zulässt. Wo Tinte ausgeblichen, Papier zerstört oder Schrift überschrieben ist, kennzeichnen wir das. Stellt sich beim Beginn der Bearbeitung heraus, dass eine Quelle weniger lesbar ist als zunächst angenommen, melden wir uns vor weiterer Arbeit. In Einzelfällen lehnen wir einen Auftrag ab, weil eine seriöse Lesung nicht möglich ist. Wir sagen das offen, statt eine vermeintlich vollständige Transkription zu liefern, die mehr behauptet als belegt werden kann. Lieferungen enthalten klare Markierungen für unsichere Stellen, vermutete Lesungen und vollständige Lücken. Damit bleibt jede Transkription nachprüfbar und kann von einer dritten Person fachlich beurteilt werden.
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