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Feldpost und Kriegskorrespondenz

Briefe und Postkarten aus dem Ersten und Zweiten Weltkrieg, oft in Bleistift, Kurrent oder Sütterlin geschrieben. Wir machen sie wieder lesbar.

Was ist Feldpost?

Feldpost umfasst Briefe, Postkarten, Karten und Telegramme, die zwischen Soldaten und ihren Familien während des Ersten und Zweiten Weltkriegs ausgetauscht wurden. Sie ist heute eine außerordentlich wertvolle persönliche Quelle. Sie zeigt Alltag, Stimmungen, Notlagen und Hoffnungen aus erster Hand und ist deshalb für Familienforschung, Geschichtsvereine, Schulprojekte und Editionen gleichermaßen interessant.

Wer alte Briefe entziffern lassen möchte, trifft bei Feldpost typischerweise auf eng beschriebene Postkarten in Bleistift, manchmal über die Karte gewendet, oft mit individuellen Abkürzungen und Spitznamen.

Welche Schriften kommen vor?

Im Ersten Weltkrieg überwiegt Kurrent, oft in einer flüchtigen, persönlichen Variante. Im Zweiten Weltkrieg ist Sütterlin häufig, daneben kommt zunehmend lateinische Schreibschrift vor. Wer Kurrent lesen lassen oder Sütterlin transkribieren möchte, ist bei Feldpost an der richtigen Adresse.

Typische Herausforderungen

Bleistiftschrift ist häufig stark verwischt. Postkarten sind eng beschrieben, oft auch in zwei Richtungen über die Karte gelegt. Es gibt typische Abkürzungen wie „Ldwhr.", „Lt." oder „uns. Stell.", die für Außenstehende nicht selbsterklärend sind. Zensurspuren wie geschwärzte Stellen und Stempel kommen vor. All das erfordert paläografische Erfahrung kombiniert mit Kenntnis militärischer Begriffe der jeweiligen Epoche.

Was wir bieten

Lieferform

Standardmäßig PDF, auf Wunsch Word für leichtere Weiterverarbeitung. Bei größeren Beständen zusätzlich Excel als Übersicht über Absender, Datum, Ort und Stichworte.

Beispielprojekte

Ein Konvolut von rund 60 Feldpostkarten eines deutschen Soldaten an seine Verlobte aus den Jahren 1914 bis 1918 wurde transkribiert und in chronologische Ordnung gebracht. Daraus ließ sich der Frontverlauf des Schreibers nachzeichnen. Ergänzt wurde das Ganze um ein Personen- und Ortsregister.

Ein zweiter, kleinerer Auftrag umfasste 12 Postkarten und 4 Briefe in Sütterlin aus den Jahren 1939 bis 1945. Lieferung in PDF, mit gekennzeichneten unleserlichen Stellen.

Häufige Fragen zu Feldpost

Können auch teilweise zerstörte Postkarten bearbeitet werden?

Ja. Verlorene Stellen werden klar gekennzeichnet, vermutete Lesungen mit Konjektur in eckigen Klammern.

Werden die Originale benötigt?

Nein. Wir arbeiten mit Scans oder Fotografien. Originale müssen nicht eingesendet werden.

Wie wird mit zensierten Stellen umgegangen?

Geschwärzte Passagen werden vermerkt, Stempel transkribiert, soweit lesbar.

Verwandte Bereiche

Verwandt sind die Bereiche Briefe und Postkarten sowie Tagebücher, da Feldpost häufig mit weiteren persönlichen Dokumenten zusammen überliefert ist.

Vorbereitung Ihrer Bilder

Damit eine zuverlässige Lesung möglich ist, sollten die Bilder Ihrer Dokumente bestimmte Qualitätsmerkmale erfüllen. Eine Auflösung von mindestens 300 dpi ist Standard. Höhere Auflösungen schaden nicht, vor allem bei feinen Schriften und sehr kleinen Buchstaben. Wichtiger als die nominelle Auflösung ist eine gleichmäßige Ausleuchtung ohne Schlagschatten und ohne Reflexionen. Fotografieren Sie möglichst senkrecht, idealerweise mit Stativ und neutralem Hintergrund. Vermeiden Sie aggressive Bildverbesserungen wie automatische Kontrastverstärkung, weil sie feine Tintenspuren wegrechnen können. Wir bevorzugen unbearbeitete Originalaufnahmen gegenüber stark optimierten Versionen. Schicken Sie ein einzelnes Beispielbild zur Probe. Wir sagen offen, ob die Qualität für eine zuverlässige Lesung ausreicht oder ob eine erneute Aufnahme nötig ist.

Grenzen und Transparenz

Wir versprechen keine perfekte Lesung dort, wo das Original sie nicht zulässt. Wo Tinte ausgeblichen, Papier zerstört oder Schrift überschrieben ist, kennzeichnen wir das. Stellt sich beim Beginn der Bearbeitung heraus, dass eine Quelle weniger lesbar ist als zunächst angenommen, melden wir uns vor weiterer Arbeit. In Einzelfällen lehnen wir einen Auftrag ab, weil eine seriöse Lesung nicht möglich ist. Wir sagen das offen, statt eine vermeintlich vollständige Transkription zu liefern, die mehr behauptet als belegt werden kann. Lieferungen enthalten klare Markierungen für unsichere Stellen, vermutete Lesungen und vollständige Lücken. Damit bleibt jede Transkription nachprüfbar und kann von einer dritten Person fachlich beurteilt werden.

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