Familiäre und private Korrespondenz aus dem 19. und 20. Jahrhundert. Wir lesen Kurrent, Sütterlin und lateinische Schreibschrift.
Briefe und Postkarten sind die häufigste Form historischer Privatkorrespondenz im 19. und 20. Jahrhundert. Sie reichen von ausführlichen Familienbriefen über kurze Glückwunsch- und Reisepostkarten bis hin zu geschäftlicher Korrespondenz aus dem Privatbereich. In fast jedem Familienarchiv liegen Bündel solcher Schriftstücke. Wer alte Briefe entziffern oder Sütterlin transkribieren möchte, beginnt sehr häufig genau hier.
Im 19. Jahrhundert dominiert Kurrent. Ab 1915 kommt Sütterlin hinzu, das bis in die 1940er Jahre Schulschrift war. Daneben gibt es lateinische Schreibschriften und Mischformen, vor allem ab Mitte des 20. Jahrhunderts. Briefe von gebildeten Schreibern enthalten oft lateinische, französische oder italienische Einsprengsel.
Briefpapier altert unterschiedlich. Tinte verblasst oder schlägt durch. Postkarten sind eng beschrieben, oft mit Bemerkungen am Rand und auf der Adressseite. Frühe Bleistift- oder Tintenschriften haben durch Lagerung gelitten. Manche Schreiber verwenden eigene Abkürzungen wie „l. M.", „n. M.", „d. h.", „Dlr." oder Vornamenskürzel.
Standardmäßig PDF. Bei größeren Beständen zusätzlich eine Excel-Übersicht mit Datum, Absender, Empfänger und Stichworten. Auf Wunsch Word, falls die Texte direkt in eine Chronik einfließen sollen.
Ein Konvolut aus 80 Briefen einer schweizerisch-deutschen Familie aus den Jahren 1880 bis 1925 wurde transkribiert. Sortiert nach Schreiber und Empfänger entstand eine kohärente Korrespondenzlinie über mehrere Generationen.
Ein kleinerer Auftrag mit 25 Postkarten in Sütterlin aus den 1930er Jahren wurde innerhalb von zehn Tagen abgeschlossen. Lieferung als PDF mit nummerierter Reihenfolge.
Standardmäßig wird die Korrespondenzfläche transkribiert. Stempel, Anschrift und Marken werden auf Wunsch ergänzend erfasst, etwa für eine Datierung.
Originalgetreu. Auf Wunsch werden zusätzlich heutige Schreibweisen in Klammern oder Fußnoten ergänzt.
Ja, in den Sprachen, die wir tatsächlich anbieten. Andernfalls melden wir uns offen.
Briefe und Postkarten überlappen häufig mit Feldpost und Tagebüchern.
Damit eine zuverlässige Lesung möglich ist, sollten die Bilder Ihrer Dokumente bestimmte Qualitätsmerkmale erfüllen. Eine Auflösung von mindestens 300 dpi ist Standard. Höhere Auflösungen schaden nicht, vor allem bei feinen Schriften und sehr kleinen Buchstaben. Wichtiger als die nominelle Auflösung ist eine gleichmäßige Ausleuchtung ohne Schlagschatten und ohne Reflexionen. Fotografieren Sie möglichst senkrecht, idealerweise mit Stativ und neutralem Hintergrund. Vermeiden Sie aggressive Bildverbesserungen wie automatische Kontrastverstärkung, weil sie feine Tintenspuren wegrechnen können. Wir bevorzugen unbearbeitete Originalaufnahmen gegenüber stark optimierten Versionen. Schicken Sie ein einzelnes Beispielbild zur Probe. Wir sagen offen, ob die Qualität für eine zuverlässige Lesung ausreicht oder ob eine erneute Aufnahme nötig ist.
Wir versprechen keine perfekte Lesung dort, wo das Original sie nicht zulässt. Wo Tinte ausgeblichen, Papier zerstört oder Schrift überschrieben ist, kennzeichnen wir das. Stellt sich beim Beginn der Bearbeitung heraus, dass eine Quelle weniger lesbar ist als zunächst angenommen, melden wir uns vor weiterer Arbeit. In Einzelfällen lehnen wir einen Auftrag ab, weil eine seriöse Lesung nicht möglich ist. Wir sagen das offen, statt eine vermeintlich vollständige Transkription zu liefern, die mehr behauptet als belegt werden kann. Lieferungen enthalten klare Markierungen für unsichere Stellen, vermutete Lesungen und vollständige Lücken. Damit bleibt jede Transkription nachprüfbar und kann von einer dritten Person fachlich beurteilt werden.
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